Levitra: Ein Hoch auf die Potenz

Levitra kann auch zusammen mit Alkohol eingenommen werdenLevitra, die „deutsche Viagra“, kommt mit den typischen Kennzeichen hiesiger Gründlichkeit daher: Alles ein bisschen besser, leichter, schöner als im Original. Denn die Potenzpille, die einige Jahre nach dem amerikanischen Prototyp von Bayer Health Care und GlaxoSmithKline auf den Markt gebracht wurde, glänzt durch europäische Verbesserungsfreude. Der Inhaltsstoff Vardenafil ist ein anderer als bei Viagra und die Nebenwirkungen erscheinen, wenn überhaupt, als schwacher Schatten derjenigen, die dem ersten Mittel dieser Art nachgesagt werden. Levitra hat sogar im Vergleich von Studien Viagra geschlagen: 87 Prozent der Test-Herren gaben begeistert an, mit der Tablette für Kraft und Ausdauer das Klassenziel (ein kompletter Geschlechtsverkehr) erreicht zu haben. Die ältere, blaue Wunderpille hingegen kam auf satte 20 Prozent weniger. Überhaupt zeigten sich die Levitra-Nutzer insgesamt rundum glücklicher mit dem Liebesspiel als dann, wenn sie Viagra geschluckt hatten.
Obwohl das Vardenafil in Levitra auf ähnliche Weise wirkt wie andere potenzsteigernde Medikamente, hat es ihnen gegenüber den Vorteil, manchmal extrem schnell zu wirken. Schon nach zehn Minuten setzt bei manchen Männern ein Effekt ein – im Durchschnitt ist damit nach 25 Minuten spätestens zu rechnen. Die neue männliche Energie soll dann um die zwölf Stunden anhalten, was gegenüber Viagra eine Verdreifachung darstellt, aber nur ein Drittel der Gesamtwirkzeit von z.B. Cialis ausmacht. Vor allem für ältere Semester, die sich zum Teil von der dauernden Standfestigkeit unter Cialis spontan überfordert fühlen, bringt Levitra einen tollen Mittelwert, der neue Erfahrungen möglich macht, aber sie nicht ins Unermeßliche ausdehnt.

Kleine gelbe Sonne

Levitra, das deutsche Potenzmittel von BayerBei Levitra handelt es sich um eine Pille, die sich auch äußerlich von „Papas kleinem, blauen Helfer“ Viagra deutlich unterscheidet: Wie eine kreisrunde, knallgelbe Mini-Sonne vermittelt sie schon bei der Einnahme ein hoffnungsfrohes Gefühl. Ein dickes Plus des Medikaments ergibt sich aus dem Fakt, dass es bei gleichzeitigem Alkoholgenuss keine pharmakologischen Wechselwirkungen hat und gerade für Diabetiker, die sich sonst sehr vorsehen müssen, sehr gut verträglich ist. Nur wer ein familiäres Risiko für Schlaganfälle oder Herzinfarkte trägt oder nitrathaltige Medikamente braucht, soll auf Levitra verzichten. Sogenannte Alphablocker sind ebenfalls während der Wirkdauer verboten und wie bei allen Potenzmitteln dürfen bestimmte Modedrogen auf keinen Fall dazu konsumiert werden (u.a. Poppers). Liebhaber von Grapefruitsaft werden auch zur Vorsicht aufgerufen, da der Inhaltsstoff Vardenafil in Levitra sich damit schlecht verträgt.
Als eher harmlos beschreibt der Hersteller die Nebenwirkungen im Vergleich zu anderen Produkten – ein bisschen Kopfweh am Morgen oder schon in der Nacht, im Ernstfall die auch von Viagra bekannten Schnupfenanfälle oder eine leichte Gesichtsröte. Allerdings sollen solche unliebsamen Wirkungen nach sehr kurzer Zeit aufhören und im Vergleich auch nur schwach ausfallen.

Kein Seelentröster

Zu bedenken ist, dass auch das verlockende Levitra bei allen Pfunden, mit denen es durch verbesserte Wirkungen punktet, nicht als Allheilmittel wirkt. Wie jedes Produkt, das für mehr Freude am Sex sorgen soll, hilft es nur da, wo bestimmte organische Schwächen für Potenzstörungen verantwortlich sind. Wer seelische Probleme hat und sich wieder mehr erotischen Spaß wünscht, dem kann nur vom Therapeuten, aber nicht von Levitra geholfen werden. Denn wie Viagra und andere Medikamente unterstützt es durch die Hemmung von körpereigenen Stoffen, die sonst zu schnell die erträumten Erektionen abbauen, die volle Standfestigkeit beim Mann auf der rein physischen Ebene. Natürlich muss bei einem Mittel, das tiefgehende Veränderungen im Körper hervorruft, immer der Hausarzt um Rat gefragt werden. Auch gesunde Männer sollten unbedingt vor der Einnahme von Cialis mit dem Mediziner ihres Vertrauens ein ausführliches Gespräch über persönliche Vorgeschichte und den Wunsch nach einer pharmazeutischen Lösung führen. Levitra wird von vielen Ärzten verschrieben – allerdings momentan noch nicht von den Krankenkassen bezahlt. Das Mittel ist in drei unterschiedlichen Dosierungen zu haben, sodass der Patient nach speziell auf ihn zugeschnittenen Bedürfnissen eingestellt werden kann.